Komponisten

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Fünf Uraufführungen der Schweizer Komponisten Jean-François Michel, Ludovic Neurohr, Daniel Schnyder, Sándor Török und Oliver Waespi!


JEAN-FRANÇOIS MICHEL (CH) 

Jean-François Michel wurde am 6. März 1957 geboren. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er von 1965 bis 1976 am Konservatorium Freiburg. 1975 gewann er die Bronzemedaille beim internationalen Wettbewerb von Genf. Von 1976 bis 1986 spielte er als Solotrompeter bei den Münchner Philharmonikern. Seit 1986 ist er Lehrer am Konservatorium Freiburg.
Zwischen 1991 und 2001 unterrichtete er am Konservatorium Lausanne und von 1997 bis 2004 in Genf Berufsklassen. Seine Soloauftritte haben ihn in viele europäische Länder, sowie nach Japan, Brasilien und Argentinien geführt. Vorab in Europa, aber auch auf anderen Kontinenten leitet er immer wieder Meisterkurse. Er ist Mitglied des Bläserquartetts Nov’ars, des Komponistenensembles Buccinatoris und spielt in zahlreichen Orchestern.
Bei nationalen und internationalen Wettbewerben wird Jean-François Michel regelmässig in die Jury berufen. Zurzeit unterrichtet er am Konservatorium Freiburg, am Standort Freiburg der Musikhochschule Lausanne und dirigierte die Höchstklasse Brass Band in Fribourg.
Seine Kompositionen werden weltweit geschätzt und gespielt. Sein Stil ist geprägt von Offenheit; die Bandbreite seiner Werke reicht von zeitgenössischen Kompositionen bis zu solchen mit Anklängen an die Volksmusik und berücksichtigt auch pädagogische Aspekte. Nach der Zusammenarbeit mit verschiedenen Verlagshäusern engagiert sich Jean- François Michel heute bei Edition4You, wovon er sich vermehrten Freiraum zum Komponieren und eine Plattform für seine Musik verspricht.

«Musik bewegt… alles Weitere ergibt sich daraus.»


OLIVER WAESPI (CH)

Oliver Waespi studierte Komposition sowie Orchesterleitung und Filmmusik an der Hochschule für Musik und Theater Zürich sowie an der Royal Academy of Music in London. Seine Musik wird durch Sinfonieorchester und Kammerensembles, Solisten, Chöre sowie zahlreichen sinfonischen Blasorchestern und Brass Bands in aller Welt

aufgeführt. Einige davon gehören in ihren jeweiligen Sparten zu den national und international führenden Ensembles und Künstlern, wie etwa das BBC Philharmonic Orchestra, die Jenaer Philharmonie, das Brodsky Quartet, die BBC Singers, die Osaka Municipal Band, die Royal Marine Band der Niederlande, die University of Illinois Wind Symphony, das Swiss Brass Consort, das Sinfonische Blasorchester Bern, die Bands von Manger und Eikanger in Norwegen, das Ensemble TaG, sowie Solisten wie Thomas Rüedi, Lukas Christinat, Solohornist im Luzerner Sinfonieorchester, oder Perry Hoogendijk, Solotubist im Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam.

Anhand des Interpretenkreises wird deutlich, dass Oliver Waespi vielfältige musikalische Interessen pflegt. Zusätzlich leitet er regelmässig Workshops im In- und Ausland, in neuerer Zeit unter anderem am Konservatorium in Bozen, an der Vanderbilt University in den USA oder an der Hochschule für Musik – Luzern. Er ist als Experte bei Musikwettbewerben tätig und ist Lehrbeauftragter an der Hochschule der Künste Bern.

  • 2003 – Internationaler George Enescu-Kompositionspreis 2003 (ROU)
  • 2005/2006 – London-Werkaufenthalt der Zuger Kulturstiftung Landis&Gyr (CH)
  • 2009 – Preis am Uuno Klami-Wettbewerb (FIN)
  • 2011 – Kompositionspreis des Eidgenössischen Orchesterverbands (CH)
  • 2013 – NBA Revelli Award (USA)
  • 2014 – Stephan Jaeggi-Preis (CH)

LUDOVIC NEUROHR (CH)

Der 1983 in Sion geborene Ludovic Neurohr kommt aus Grône im Wallis. Er gewann Preise als Kornettist bei regionalen und nationalen Solo-Wettbewerben und wurde 2003 Schweizer Junior Champion und Schweizer Juniorenchampion. Von 2001 bis 2005 spielte er aktiv in der Brass Band 13* mit.

Er studierte von 2003 bis 2007 Musik an der Musikakademie Tibor Varga in Sion in der Klasse von Claude-Alain Barmaz. Seinen Bachelor in Arts of Music

schloss er 2007 mit Bestnoten ab und erhielt sein berufliches Diplom in Musiktheorie. Während drei Jahren studierte er Klavier, Orchestration und Kammermusik.

2007 studierte er Komposition in Manchester (GB) an der School of Media, Music & Performance der Salford University. Er erhielt seinen Master mit Auszeichnung und hatte Unterricht bei Dr. Robin Dewhurst, Dr. Alan Williams, Dr. Tim Warner und Professor Peter Graham. Während seines Masters gewann Ludovic Neurohr den Kirklees Composer Contest 2008.

2009 wurde Ludovic Neurohr in Ostende (BEL), mit dem zweiten Preis beim „European Composer Contest“ im Rahmen der European Brass Band Championships ausgezeichnet. Im September 2009 begann Ludovic Neurohr einen Lehrgang an der Pädagogischen Hochschule mit dem Ziel, in weiterführenden Schulen zu unterrichten. Seit 2012 unterrichtet er Musik an der Sekundarschule in Le Chable und Sion und Theaterausdruck an der Ardévaz-Schule.

  • 2008 – 1. Preisträger mit „Libra“ – Kirklees Composer Contest 2008. Manchester (GB)
  • 2009 – 2. Preisträger mit „Whirl” – European Composer Contest 2009. Oostende (BEL)
  • 2014 – 1. Preisträger mit „Scratched Vinyl“ – The Salford Internationaler Salford Composer Competition. Salford (GB)
  • 2015 – „Audience & Band Preis“ mit „… as a Glow“ – Europäischer Komponistenwettbewerb in Freiburg (D)

www.ludovicneurohr.com


SÁNDOR TÖRÖK (CH/ROU)

Sándor Török wurde in Siebenbürgen (Rumänien) geboren, wo seine Leidenschaft für Musik bereits im frühen Kindesalter durchdas Erlernen des Geigenspiels geweckt wurde.

Als er als Jugendlicher den Kontrabass entdeckte, konnte die Geige nicht mehr mithalten. Er begann Kontrabass als Hauptinstrument zu studieren und schloss seine Studien an der Hochschule der Künste Bern mit dem Master of Arts in Music Performance ab. Als Kontrabassist ist Sándor Török Mitglied bei mehreren Orchestern, wie beispielsweise dem Ensemble Symphonique Neuchâtel und dem Orchester 21st Century Orchestra Luzern tätig. Beide Ensembles haben sich, neben regulären Konzerten, auf konzertante Filmmusikspezialisiert.

Zu seinen Highlights gehören Konzerte mit der Filmmusik aus „Herr der Ringe/Trilogie”, „Indiana Jones”, „Star Trek” und „Fluch der Karibik”, welche er in weltbekanntenKonzerthäusern wie der Royal Albert Hall, der Dubai Opera oder dem KKL Luzern spielte.

Diese Projekte erweckten seine Bewunderung für die Interaktion zwischen Musik und Bild und brachten ihn dazu, sein Interesse für das Komponieren für Filme zu vertiefen. Sándor Török gewann 2016 den Kompositionswettbewerb der „World Soundtrack Awards“ in Belgien und erhielt den „Best Young International Composer“- Preis. Sein Werk wurde anschliessend unter der Leitung von Dirk Brossé mit dem Brussels Philharmonic Orchestrauraufgeführt.

Aktuell komponiert und arbeitet Sándor Török in seinem Studio in Bern, wo er auch wohnhaft ist und erhält Aufträge aus dem In- und Ausland. Zu seinen Auftraggebern gehörtdas Ungarische Fernsehen, sowie das Schweizer Radio und Fernsehen SRF.

www.sandortorok.com


DANIEL SCHNYDER (CH/USA)

Der 1961 in Zürich geborene Daniel Schnyder gehört zu den aktivsten und meistgespielten Schweizer Komponisten seiner Generation. Seit 1992 lebt Schnyder, zugleich Saxofonist und Flötist, in New York City (USA).

Schnyders Werk ist eine Musik der Integration und widerspiegelt die urbane Realität unserer multikulturellen Gesellschaft. Sein umfangreicher Werkkatalog enthält Kompositionen fast aller Werkgattungen. Sein Personalstil nimmt Einflüsse der Neuen Musik ebenso auf wie Stilmittel und Techniken der alten Musik, der ethnischen Musik und der jazzverwandten Musikstile. Da er all diese Musikarten selber spielt und mit Koryphäen die jeweiligen Musikbereiche eng zusammenarbeitet, gelingt es ihm, die babylonische Polyphonie der heutigen Musik in sein Werk zu integrieren. Schnyder ist daher kaum zu schubladisieren.

In multimedialen Konzepten verbindet er die vorgenannten Musikwelten auf immer wieder neue Art und Weise: Meisterwerke der Renaissance, Klassik, Romantik, bis hin zu Jazz und Rock bearbeitet Schnyder neu, sodass sie anders erlebt und erhört werden können. In diesem Zusammenhang kreiert er im Auftrag namhafter Festivals weltweit neuartige Programmkonzepte, die exotische Instrumente und Musikstile, Vergangenheit und Gegenwart zusammenschliessen. So zum Beispiel das ‘Schnyder Fest’ mit dem Post Classical Ensemble in der National Gallery in Washington DC mit der Chinesischen Pipavirtuosin Min Xiao Fen oder die Oper ‘Charlie Parker’s Yardbird’ mit dem Star-Tenor Laurence Brownlee als Charlie Parker, die im Apollo Theatre in Harlem aufgeführt wurde und 2017 in London (ENO) und Chicago nachgespielt wurden. Das afrikanische Oratorium “Sundiata Keita”, das 2010 in der Berliner Philharmonie mit Musikern aus Mali mit dem RSB Chor und Orchester uraufgeführt wurde.

Im Bereich der Big Band Musik und der Musik für Blechinstrumente hat Daniel Schnyder Werke komponiert, wie z.B. das Bassposaunenkonzert für David Taylor ‘subZERO’, ein Trompetenkonzert (auf CD aufgenommen u.a. von Reinhold Friedrich), das Brass Trio Olympia für die ‘Hanover Trombone Unit’ (1st Prize 1996 ITG Competition), sowie das Werk für Horn ‘Le Monde Minuscule’. Schnyders Werke werden regelmässig an wichtigen internationalen klassischen Wettbewerben, wie dem Maurice Andre Wettbewerb in Paris, dem Aeolus Wettbewerb in Düsseldorf oder dem Rostal Wettbewerb in Berlin als Pflichtstücke verlangt.

www.danielschnyder.com